Petra

Geschickt bahnt sich der Fahrer unseres Jeeps seinen Weg durch die kurvenreiche Strecke des Passes hinauf in Richtung Petra. Am Weg nehmen wir mit unserem Pick- up Truck, ganz nach Landessitte, zwei Männer mit, die ebenfalls in Richtung Wadi Musa unterwegs sind. Vor einigen Momenten noch zu Fuß unterwegs, jetzt auf der Ladefläche zwischen unseren Backpacks. Die Sonne ist mittlerweile untergegangen und der Vollmond beleuchtet die vorher noch rot schimmernden, schroffen Felswände an denen wir entlangfahren nun bläulich. Gänsehaut- Feeling pur.

In Wadi Rum, der modernen Siedlung nächst Petra, angekommen, übernachten wir im Valentine Inn. Billig, sauber. Passt! Auf der Terrasse, die neben dem Hostel in den Fels geschlagen wurde, erwartet uns schon das Abendbuffet mit einer unglaublichen Sicht über die beleuchtete Stadt unter uns und den glänzenden Sternenhimmel über uns. Der Ausblick ist selbst nachts atemberaubend.

Am nächsten Morgen geht’s nach einem kleinen Frühstück auf der Terrasse los: Auf nach Petra!
Die Felsstadt Petra war die Hauptstadt des Nabatäerreiches. Seit der Zeit der Kreuzzüge hat aber kein Europäer die Stadt mehr betreten. Legenden einer in Stein geschlagenen Stadt gab es, aber wer glaubt schon an Märchen? Der Schweizer Reisende Burkhard tat es und entdeckte Petra sozusagen neu. Archäologische Ausgrabungen starteten in den 1920ern und 1930 waren auch schon die ersten Touristen da.

Und jetzt sind wir da. Wir gehen den schattigen Weg durch den Siq und das einzige was wir hören ist ein leichtes Säuseln des Windes und die Hufe der Pferde eine Polizeipatrouille die passiert. Magisch! Der Siq ist 1400 Meter lang und an manchen Stellen bis zu 4 Meter breit. Er ist nicht nur eine Verbindungsstraße, sondern unseren Weg säumen auch Nischen, Treppen und Altäre. Achtet auch auf die sich neben der gepflasterten Straße entlangschlängelnden Wasserkanäle.

Travel Diary: Petra, Jordanien
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Der Moment in dem der Weg in den Talkessel einmündet und man Stück für Stück mehr vom Schatzhaus des Pharao, wie das Bauwerk oft genannt wird, sieht wird mir für immer in Erinnerung bleiben.

Travel Diary: Petra, Jordanien

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Also rauf mit dem Indiana Jones Lederhut und los geht’s mit den Re-Enactment Fotos von „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“. Das ist jedenfalls das, was die amerikanische Touristengruppe vor uns macht. Wir bestauen das Felsengrab und machen uns auf den Weg um das Gelände hinter der Khazne al- Firam zu erkunden und weiter ins Zentrum von Petra zu gelangen.

Travel Diary: Petra, Jordanien

Links und rechts sehen wir in Fels gemeißelte Gräber, ein römisches Theater, die eindrucksvollen Gräber der Königswand und im Hintergrund einen strahlend blauen Himmel. Der Weg wird immer breiter und eröffnet einen wunderbaren Ausblick auf alles was Petra zu bieten hat. In all dem geschäftigen Treiben zwischen Touristen, Beduinen, Kamelen und Tourguides findet man aber trotzdem immer ein ruhiges Plätzchen um Pause zu machen und das Treiben zu beobachten.

Travel Diary: Petra, Jordanien

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Wir sind ob all dieser Eindrücke und der Schönheit des Ortes total motiviert noch mehr zu entdecken. Also beschließen wir 800 handgeschlagene Stufen zum Felsentempel ad- Deir, der auf deutsch auch als Kloster bezeichnet wird, hinaufzuklettern. Im Mittelalter haben darin nämlich wirklich Mönche gelebt. Und weil wir noch lange nicht genug haben, gehen wir auch noch weiter bis zum Ende der Welt, das uns mit einem unglaublichen Ausblick übers Wadi Araba begrüßt. Wenn schon Ende der Welt, dann bitte so. Falls ihr einmal Petra besucht und ihr schon mal am Kloster angekommen seid, es zwar heiß ist und ihr schon müde seid, unbedingt bis zu den Aussichtspunkten weitergehen. Es lohnt sich!

Travel Diary: Petra, Jordanien

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Müde und staubig machen wir uns auf den Weg zurück durch den Siq hinaus aus Petra. Am nächsten Tag habe ich einen Muskelkater in den Beinen, den ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Ich verbringe den Tag mit Wolf Haas’ „Komm, süßer Tod“ auf der kuschelig- orientalisch dekorierten Terrasse im Hostel.

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